IGFB | Das Eigene und das Fremde
15917
page-template-default,page,page-id-15917,ajax_fade,page_not_loaded,boxed,,qode-theme-ver-9.1.2,wpb-js-composer js-comp-ver-4.11.2,vc_responsive

Das Eigene und das Fremde

Eine Fortbildung für Menschen, die mit Flüchtlingen* arbeiten

 

Der Umgang mit Menschen, die aus einer bedrohlichen Situation ihre Heimat verlassen haben und nach Deutschland gekommen sind, um hier Hilfe, Unterstützung und ein sicheres Leben zu finden, schafft besondere Herausforderungen.

Die aktuelle Lage zeigt, dass der Wille zu helfen und Verständnis alleine nicht immer ausreichen, um in der momentanen Situation mit Flüchtlingen zu arbeiten.

Die Komplexität der jeweiligen persönlichen Situation der Betroffenen, die Unsicherheit über die Möglichkeit in Deutschland zu bleiben und das politische Klima sind für alle, die damit zu tun haben, eine große Herausforderung. Die Frage nach dem „richtigen Umgang“ mit dem „Anderssein“ wird immer wieder sehr heftig und polar diskutiert.

 

Die Menschen, die vor Ort mit Flüchtlingen arbeiten, ob als Wachpersonal, in Hauswirtschaft und Verwaltung oder in der sozialen Arbeit als Professionelle oder Ehrenamtliche, müssen in der konkreten Arbeit handlungsfähig werden und bleiben.
Dazu brauchen sie ein Bewusstsein der eigenen Grenzen und Möglichkeiten und sowohl Unterstützung als auch Know How, um mit den besonderen Herausforderungen aktiv und nicht reaktiv umzugehen.

 

Wir bieten dreitägige Fortbildungsmodule für Menschen, die mit Flüchtlingen arbeiten, auf der Grundlage des Gestaltansatzes an. Ein wesentlicher Teil des Gestaltansatzes ist die Schulung und Verfeinerung von Wahrnehmung und Bewusstheit, deshalb wird dies ein Schwerpunkt der Fortbildung sein.

 

Mit diesen Themen des Hintergrundes setzen sich die Teilnehmer*innen im Rahmen der Fortbildung auseinander:

  • Umgang mit Ungleichheit und Ungerechtigkeit
  • das Fremde wertschätzen, das Eigene deutlich machen
  • Haltgebende Regeln in Krisensituationen: was bedeutet das?
  • Klarheit in Konflikten: was kann ich, was darf ich, was muss ich?
  • Partizipation, Dialog und Risiko als Autonomieunterstützung
  • Umgang mit Gruppenprozessen
  • Formulierung und Weiterentwicklung von Regeln und Prozessen (das gilt besonders für Menschen, die mit Organisation und Struktur von Einrichtungen beschäftigt sind)
  • eine gezielte Wahrnehmungsschulung, die dazu befähigt, Indizien für den Verlust von Handlungssouveränität zu erkennen (wann bin ich so sehr belastet, dass ich nicht mehr vernünftig arbeiten kann) und dementsprechend vorzubeugen

 

Diese Arbeit wird basierend auf den Erfahrungen und individuellen Voraussetzungen der Teilnehmer*innen gestaltet und je nach Zielgruppe variiert und angepasst. Ein Vorgespräch ist Bestandteil der Fortbildung.

Die Fortbildung ist auch als Inhouse-Schulung möglich.

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte das Institut für Gestalt-Fortbildung Berlin IGFB unter der email-Adressse info@igfb.de oder telefonisch Veronica Klingemann 030/67803643.

* Bei der Erarbeitung dieser Fortbildung gab es eine Diskussion, welche Begrifflichkeit wir für geflüchtete Menschen benutzen. Wer dazu mehr lesen möchte: http://www.sprachlog.de/2012/12/01/fluechtlinge-und-gefluechtete/