IGFB | Der Gestalt-Ansatz
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Der Gestalt-Ansatz

Der Gestalt-Ansatz wurde Anfang der 1950er Jahre von den deutschen Psychoanalytiker*innen Lore und Fritz Perls und dem US-amerikanischen Sozialphilosophen und Schriftsteller Paul Goodman entwickelt.

Seine Wurzeln liegen insbesondere in der Psychoanalyse, der Gestaltpsychologie, der Phänomenologie und der Philosophie des Existentialismus. Der Name „Gestalt“ ist dabei der Gestaltpsychologie entlehnt, die sich als einflussreicher akademischer Ansatz insbesondere mit Wahrnehmung beschäftigt und dabei aufgezeigt hat, dass wir nicht einzelne Elemente wahrnehmen und diese dann zu einem Ganzen, einer Gestalt, zusammensetzen, sondern dass wir stets unmittelbar ganze Gestalten wahrnehmen (so hören wir eine Melodie von vorneherein als Melodie und nicht zunächst als eine Ansammlung von Tönen).

 

Der Gestalt-Ansatz sieht den Menschen als Individuum mit seinem jeweiligen lebensgeschichtlichen Hintergrund, das sich stets in Interaktion mit seinem ökologischen, sozialen, kulturellen und politischen Umfeld befindet (und spricht diesbezüglich vom „Organismus/Umwelt-Feld“).
Der Gestalt-Ansatz wurde von Lore und Fritz Perls, Paul Goodman und anderen ursprünglich als Gestalttherapie entwickelt. Die Übertragung der zentralen Konzepte dieses Ansatzes auf das Feld von Beratung führte in der Folge auch zur Entwicklung einer dezidierten Gestaltberatung.